Historie  Aelkeshof

Aelckes – Niewerth - Oelkes

Es ist die Zeit des 30jährigen Krieges. Die Bevölkerung hat unter den durchziehenden Landsknechtheeren stark zu leiden. Sie wird ausgeplündert und viele Höfe werden verwüstet. So auch der Kotten von Anna Alcken Schulten. Für die Schäden, durch die spanische Einquartierung, in der Zeit vom 22. August bis 27. September 1627, wurden dem Hof 50 Reichsthaler zugesprochen. Die Entschädigungen jedoch hat keiner der Eingessenen der Herrlichkeit Raesfeld erhalten.
1647, ein Jahr vor dem Westfälischen Frieden, heiratet Bernd Dillenhagen aus Marbeck Jenne Aelckes alias Schulten. Der Name Aelckes wird zum ersten Mal erwähnt.
Jan Stoffer Dillenhagen, genannt Aelckes, heiratet 1736 Johanna Benning vom Venneken. Da diese Ehe kinderlos blieb, übernahm der Adoptivsohn Heinrich Tellmann den Hof. Zu dieser Zeit war der Name Aelckes schon fest mit dem Kotten verbunden und die Nachfolger wurden so genannt. Im laufe der Zeit wurde aus dem Ae immer mehr, plattdeutsch bedingt,  ein Oe und somit Oelkes.
Im Jahre 1854 kam es zur Einheirat von Bernhard Niewerth alias Bloque (Bleker) vom Heider Hook am Tiergarten mit Elisabeth Loffen bekannt als Aelckes bzw. Oelkes. Im gleichen Jahr wurde der Kotten auf Niewerth überschrieben.
Dessen Sohn Wilhelm Niewerth, verheiratet mit Agnes Lehmbrock-Möllers, kaufte um 1885 drei Bürgerhäuser in der Klümperstraße. Dort erbaute er 1890 die Gaststätte sowie Stallungen
für 8 Kühe,2 Pferde und 6 Schweine. Der gelernte Drechsler betrieb neben der Gastwirtschaft demnach auch einen Bauernhof mitten im Dorf Raesfeld. Später kam noch ein Kolonialwarenladen dazu, deren Verkauf zur Kirchseite ausgerichtet war. Wilhelm Niewerth war bekannt als „Piepenwilm“. In seiner Gaststätte hatte er in einer Vitrine „Piepen“ (Tabakpfeifen) in allen Größen ausgestellt und bot diese zum Verkauf an.
In zweiter Generation der Oelkes im Dorf übernahm Sohn Bernhard Niewerth verheiratet mit Josefa, geb. Keppelhoff-Wiechert aus Velen, Gastwirtschaft und Bauernhof. Das Lokal an der Kirche wurde zum Treffpunkt der Skatspieler. Für den Männer Gesangverein und dem Sportverein FC später TSV Raesfeld war es das Vereinslokal. Mitte der fünfziger Jahre wurde der Bauernhof im Dorf aufgegeben und 1963/1964 wurden die Stallungen abgebrochen.
Am 10 Mai 1966 heiratet Josef Niewerth die aus Greven stammende Elisabeth Oennigmann.
Einen Tag später ist die Neueröffnung des Hotels Oelkeshof. An der Stelle, wo sonst die Stallungen für das Vieh waren entstand nach den modernsten Gesichtspunkten ein Hotel für mehr als 20 Gäste. Originaltext Borkener Zeitung vom 10. Mai 1966: „Das Hotel Oelkeshof dürfte im Kreise als das Modernste und Lukrativste gelten“.
In dritter Generation führten Jupp und Lisbeth Oelkes die Traditionsgaststätte, ehe sie vom ersten Pächterehepaar, am 18. April 1975 übernommen wurde.

 

 

Text von Heinz Bröker

Postkartenausschnitt aus dem Jahr 1898 aus dem Fundus von Heinz Bröker

Foto: Borkener Zeitung, Frau Jüttemeier

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