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10. Aug. 2017

Michael Hoffmann: Hallo Aelkesretter

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Bin gestern durchs Dorf gegangen und habe unsere Flyer für die Bürgerversammlung bei Hondo am 16.08 verteilt. Dabei habe ich eine Menge Zuspruch für unsere Aktion erhalten, bin aber auch mit einiger Kritik konfrontiert worden, auf die ich hier eingehen möchte.

1) Warum kümmert ihr euch erst jetzt, ist doch schon alles in trockenen Tüchern?

 

Wenn dem so ist, habe ich was verpennt. Ich habe von der Abrissgenehmigung und den Plänen mit dem neuen Pfarrheim erst Anfang Juli aus der Zeitung erfahren, daraufhin meinen offenen Brief verfasst, der dann zu dieser Bürgerinitiative führte. Merkwürdig finde ich in diesen Zusammenhang auch, dass man bei Marpert vor der Theke mehr weiß, als in der Raesfelder Verwaltung, schließlich hat mir Hr. Thesing versichert, dass noch gar nicht entschieden sei.

 

2) Warum habt ihr den Pächter Hr. Beckmann nicht viel mehr und früher unterstützt?

 

Also ich habe bis Februar dieses Jahres, alle 4 Wochen, mit meinem Kegelverein dort gekegelt und mein Deckel war immer voll.

 

3) Ein Dorf verändert sich nun mal, das ist der lauf der Zeit.

 

OK, unser Dorf hat sich schon um einiges verändert, ob immer zum Guten ist vielleicht Geschmacksache, hier soll jedoch ein völlig intaktes Gebäude mit Dorfbild prägenden Charakter abgerissen werden. Wer immer alles abreißen und modernisieren will, sollte sich beim nächsten Besuch einer sehenswerten Altstadt fragen, warum den diese wunderbaren alten Gemäuer, überhaupt noch stehen.

 

4) Keiner braucht ein defizitäres Hotel in Raesfeld, das wir dann Subventionieren müssen.

Das dieses Haus so schwierige Rahmenbedingungen hatte, lag vor allem an der übertrieben hohen Pacht. Der Hotelbetrieb lief sehr gut. Wenn die Gemeinde das Haus kaufen und die Pacht auf ein vernünftiges Mass senken würde, wäre das keine Subvention, sondern eine Investition.

 

5) Und als letztes; Hoffmann ich kenn dich, du bist doch schon immer Anti gewesen.

 

Also bis auf die Rechten habe ich schon allen Parteien meine Stimme gegeben, mir geht es auch gar nicht um Politik, und ich bin auch nicht Anti. Ich bin pro Aelkes, ich bin pro Hotelbetrieb im Dorf, ich bin pro Kegelbahn im Dorf, ich bin pro Arbeitsplätze in der Gastronomie im Dorf, ich bin pro Erhalt des Dorfkerns, ich bin pro Biergarten im Dorf, ich bin pro Erhalt eines historischen Gebäudes und außerdem mag ich Raesfeld, ich mag die Raesfelder und ich lebe gern hier und möchte wieder bei Aelkes kegeln, so einfach ist das.

 

Michael Hoffmann

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  • Reinhard G. Nießing
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    Eine Welt, die sich immer schneller dreht — die immer mehr durchdreht — diese Welt nimmt sich nicht mehr die Zeit zu warten. Gemeinde, Gemeinschaft, Gemeinwesen: wir sitzen doch alle im gleichen Boot. Gemeinsam könn(t)en wir das doch schaffen! Wo ist das Problem? "Die Macht der Bilder" Bei allem Respekt, sehr geehrter Herr Brügging! Die katholische Kirche ist ein großartiger, unverzichtbarer Dienstleister. Ja, angesichts der gewaltigen Zahlen (die jüngst veröffentlicht wurden, siehe unten), ein groß-artiges Wirtschaftsunternehmen. Allerdings: fällt Ihnen eine kirchliche Dienstleistung ein, die "umsonst" ist? — die nicht berechnet wird? Geschenkt! Vielleicht sollte sich die Kirche zukünftig wieder verstärkt um ihre Schäfchen kümmern, um die Herde beisammen zu halten, ihr Augenmerk weniger auf die materiellen Dinge richten und stattdessen ihren seelsorgerischen Ansprüchen gerecht werden? Damit „Seelsorge" wieder ein Erfolgsmodell wird. Gedanken muss sich im Übrigen wohl jeder Geschäftsführer machen, wenn ihm seine Kundschaft wegzulaufen droht. Oder, betrachten wir es einmal anders, so wie es Papst Franziskus so trefflich und bildlich auszudrücken vermochte: „Seid Hirten mit dem ‚Geruch der Schafe‘, damit man ihn riecht – Hirten inmitten ihrer Herde und Menschenfischer.“ Die Kehrseite der Medaille: Vertrauen wir auf unseren kirchlichen Schutzpatron „St. Martin“, indem wir uns schützend vor "unsere Kirche" stellen in der Hoffnung, dass "unsere Kirche" zu schätzen vermag, sich erinnert, welche Menschen und Gemäuer sich schützend um sie herum versammelt haben. Fenstermotiv "St. Martin" im Kirchturm der St.-Martin-Kirche zu Raesfeld. (im Ausschnitt)
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