weber-raesfeld
15. Aug. 2017

Das Dorf muss so bleiben

1 Kommentar

 

Hallo liebe BI, meine Frau und ich sind im Sommer 2006 von Marl aus nach Raesfeld gezogen. Hintergrund für diese Entscheidung war, dass wir in den 80ger Jahren in Homer einen Kotten als WE-Haus und Ferienhaus gepachtet hatten und uns daher schon seit langem mit Raesfeld verbunden fühlten. Schon der Weg von den Arbeitsstellen in Marl und Gladbeck war immer eine Zeit wo man abschalten konnte. Wir haben immer gesagt, es ist als wenn man in die Kur fährt. Wir sind dann aus Sachzwängen von 2011 - 2013 wieder nach Marl zurückgezogen, um dann doch wieder nach hier zu ziehen. Wir fühlten und fühlen uns in Raesfeld sehr wohl. Dazu hat natürlich der dörfliche gemütliche Charakter mit den alten Häusern, Bäumen etc. beigetragen. Für uns war es damals schon ein NO-Go als die alten Häuser Im Winkel / Klümperstr. abgerissen wurden und durch einen grottenhäßlichen Block ersetzt wurden. Der Dorfplatzcharakter mit Brunnen war gestorben. Weiter ging es mit dem überhaupt nicht ins Umfeld passenden Klotz auf der Grünstraße.
Dann der Betonklotz an der Borkener Straße. Nun soll, wie hörte, an der Dorstener Straße an der Schreinerei Büsken ebenfalls ein Block entstehen, der dem des gegenüberliegenden Fitness-Studios ähneln soll. Und nun das absolute Highlight: Abriß des Aelkeshofes!! Ich war zwar noch nie in den Räumlichkeiten, aber allein der Anblick dieses Gebäudes in seiner herrlichen Lage mit den davor stehenden Bäumen ist doch typisch für Raesfeld.
Es war doch mit Sicherheit gut den Bau an der Ecke Weseler Str. / Am Rathaus zu entfernen.
Für solch dörfliches Ambiente, wie wir es hier noch haben, kommen Touristen hierher, nicht wegen des tollen Kuchens oder so (den gibts auch in anderen Orten). Es kann doch nicht sein, dass Entscheidungsträger, Fraktionen etc., von denen die Mitglieder wahrscheinlich gar nicht in Raesfeld wohnen, über die Köpfe der Bewohner solche verheerenden und unnützen Entscheidungen treffen bzw. unterstützen. Ich habe die Antworten der Fraktionen etc., die im Internet auf dieser Homepage veröffentlicht sind, gelesen und weiß jetzt welche Partei ich bei der nächsten Wahl nicht wählen werde. Soll Raesfeld eine "Metropole" werden? Beton überall? Oder sind vielleicht Gelder geflossen? Wer sich mit Raesfeld identifiziert, muss einfach erkennen, dass Neubaumaßnahmen im Ortskern dem Charakter und somit auch dem Image der Gemeinde schaden.
Gibt es eigentlich noch Architekten, die ein dörfliches Bild auch durch einen Neubau erhalten können?
Wäre es nicht denkbar, nur den hinteren Teil des Aelkeshofes abzureißen und das vordere ortsprägende Gebäude zu erhalten?
Oder geht der Trend tatsächlich dahin abzureißen und durch gesichtslose Neubauten zu ersetzen? Wann werden die villenähnlichen alten Gebäude an der Weseler Straße fallen? Dort könnte man ja eine quadratische 4 - 6 geschossige Reihenhausbebauung erstellen!!!
Gott bewahre !!!!
Admin
15. Aug. 2017

Danke für den diesen tollen Kommentar. Das vordere ortsprägende Gebäude zu erhalten, genau dafür setzen wir von der Bürgerinitiative "Rettet Aelkes" und mit aller Kraft ein!

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    Welche Aussichten erweisen sich im neuen Jahr? Ja, Willi, da gucks du. Die halbe "Klümperstraße" in der Tonne. Stopp! ohne Worte "Menschen verbinden ihre Identität mit solchen Bauten, selbst wenn sie nicht als „schön“ im klassischen Sinne empfunden werden." Alter Flurname: "Dampmölle". Neuer Straßenname: "Zur Dampmölle" — dank CDU? Historische Flurkarte/Flurnamen im heutigen Baugebiet der Raesfelder "Stockbreede". Anlehnung und/oder Hinweis auf neue Straßennamen im 2. Abschnitt des Baugebietes? Die Raesfelder "St.-Michael-Station", ein künstlerisches Werk von Hermann Kunkler. Links im Bild: "Alte St.-Michael-Station" auf dem ehem. Hof "Schulze-Böckenhoff" i. J. 1999. Diese Station sollte eigentlich geschreddert werden. Eine in Auftrag gegebene neue Station war in der Entwurfsfassung von einem renommierten Steinmetzmeister bereits erstellt worden, bevor das "verrückte Vorhaben" gänzlich abgeblasen wurde. Die alte Station wurde anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums der Kolpingsfamilie Raesfeld im Jahre 2009 restauriert und fand in Folge dessen einen neuen Standort in unmittelbarer Nähe, am Langenkamp. Ja, geht doch: Die "alte St-Michael-Station" wurde im Mai 2009 "neu" eingeweiht. Spinner, Phantast oder Visionär? Der Erler Pastor Franz-Josef Barlage. Sein Wort war Gottes Wort, getreu seinem Leitspruch: "Das Eine tun, das Andere nicht lassen" ging in die Köpfe der Erler Bürger ein. Pastor Barlage war der sprichwörtliche "Hirte unter seinen Schafen" und eine Seele von Mensch. Als Mitglied in der Initiativgruppe "Wir in Erle", voller Ideen und Schaffenskraft, was ihn letztlich auch dazu bewogen haben könnte, sich selbst ein "Denkmal" zu errichten? Die St.-Silvester-Kirche in Raesfeld-Erle bekam jedenfalls eine neue Turmhaube, wie die Fotos belegen können. Pfarrer em. Franz-Josef Barlage starb am 21. Dezember 2013.
  • Reinhard G. Nießing
    13. Dez. 2017

    Eine Welt, die sich immer schneller dreht — die immer mehr durchdreht — diese Welt nimmt sich nicht mehr die Zeit zu warten. Gemeinde, Gemeinschaft, Gemeinwesen: wir sitzen doch alle im gleichen Boot. Gemeinsam könn(t)en wir das doch schaffen! Wo ist das Problem? "Die Macht der Bilder" Bei allem Respekt, sehr geehrter Herr Brügging! Die katholische Kirche ist ein großartiger, unverzichtbarer Dienstleister. Ja, angesichts der gewaltigen Zahlen (die jüngst veröffentlicht wurden, siehe unten), ein groß-artiges Wirtschaftsunternehmen. Allerdings: fällt Ihnen eine kirchliche Dienstleistung ein, die "umsonst" ist? — die nicht berechnet wird? Geschenkt! Vielleicht sollte sich die Kirche zukünftig wieder verstärkt um ihre Schäfchen kümmern, um die Herde beisammen zu halten, ihr Augenmerk weniger auf die materiellen Dinge richten und stattdessen ihren seelsorgerischen Ansprüchen gerecht werden? Damit „Seelsorge" wieder ein Erfolgsmodell wird. Gedanken muss sich im Übrigen wohl jeder Geschäftsführer machen, wenn ihm seine Kundschaft wegzulaufen droht. Oder, betrachten wir es einmal anders, so wie es Papst Franziskus so trefflich und bildlich auszudrücken vermochte: „Seid Hirten mit dem ‚Geruch der Schafe‘, damit man ihn riecht – Hirten inmitten ihrer Herde und Menschenfischer.“ Die Kehrseite der Medaille: Vertrauen wir auf unseren kirchlichen Schutzpatron „St. Martin“, indem wir uns schützend vor "unsere Kirche" stellen in der Hoffnung, dass "unsere Kirche" zu schätzen vermag, sich erinnert, welche Menschen und Gemäuer sich schützend um sie herum versammelt haben. Fenstermotiv "St. Martin" im Kirchturm der St.-Martin-Kirche zu Raesfeld. (im Ausschnitt)
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